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SEM SAMPO

Ein Projekt im Zusammenarbeit mit H1 Herbrügger (Fotos) 

Vision
Drei auf großformatige Vinylnetzplanen gedruckte Portraits eines tibetischen Mönches werden an ausgewählten Orten der Stadt präsentiert. Diese Aktion soll einerseits auf die zeitgleich stattfindende Ausstellung „sem sampo - 21 portraits tibetischer mönche” hinweisen, andererseits das stadtbild auf einzigartige Weise bereichern. Lachen erzeugt wieder Lachen. Freundlichkeit und mit Menschlichkeit werden durch die Bilder transportiert und potenziert.

Hintergrund
sem sampo ist tibetisch und heißt sinngemäß in die deutsche Sprache übersetzt soviel wie gutes Bewußtsein. Sem sampo ist zu verstehen als das gute Wesen eines Menschen, seine reine, ungetrübte Seele. Auf der Suche nach den Ursprüngen des Buddhismus begann die Arbeit an diesem Projekt. Diese führte nach Bodghaya in Nordindien, an den Ort der Erleuchtung des historischen Gautamabuddha. Hier leben die tibetischen Mönche, die dem Betrachter nun in diesen Seelenbildern begegnen. In allem Sein, so die Lehre, ist die Buddhanatur bereits vorhanden. Was könnte diese Botschaft authentischer verdeutlichen, als Portraits von Menschen, die ihr Leben in den Dienst dieser Lehre gestellt haben. Die Gesichter von ursprünglicher Lebendigkeit sind Spiegel eines Glaubens, der für westliche Verständnisse schwierig zu erfassen scheint. Sie transportiereneine schwer visualisierbare Transzendenz, die den unfaßbaren, nur erfahrbaren Buddhismus vor unseren Augen lebendig werden lässt. Die Begegnung mit den tibetischen Mönchen war die Begegnungmit einer Geisteshaltung tief empfundener und gelebter Menschlichkeit und Liebe zu allem Sein. Es entstanden Bilder, die das Gute als Ergebnis spirituellen Denkens, Handelns und Lebens indizienhaft in den Gesichtern der Mönche abbilden. Die Portraits schaffen dem Betrachter einen ersten Zugang zu dieser, vom Fotografen erlebten buddhistischen Menschlichkeit, ersetzen jedoch keinesfalls das Erleben dieser aufrichtigen Freundlichkeit. Ungehemmt von Vorstellungen der Eitelkeit, unbefangen und voller neugieriger Freundlichkeit ließen sich die Mönche fotografieren. Das war Aktion und Reaktion, getragen von fast schon naivem Vertrauen in den von außen kommenden Beobachter. Auf den Fotos sprechen die kahlrasierten Männer ihre lautlose Sprache: das Lachen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Ellerhold Aktiengesellschaft und des Altmarkkreises Salzwedel/Kulturamt.