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geschrieben am 29. Februar 2008 von frankreichts
I'm back in photography, and I'm still creating own camera works. My actual project is about ENERGY in different kinds. After my trip to mumbai, goa and kerala I'm back at my empire.
Here is a little preview. But only one picture. Be patient! Stay tuned…

geschrieben am 8. Dezember 2007 von frankreichts
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geschrieben am 6. Dezember 2007 von frankreichts
geschrieben am 24. Oktober 2007 von frankreichts
geschrieben am 24. Oktober 2007 von frankreichts
this are some pictures about oure activities in oure art-lab since 2001. the room is always changing. the door to this house was the first door, i passed in my life. when I was a little baby my mother carried me through this door in a shoe-box.



geschrieben am 16. September 2007 von frankreichts
geschrieben am 7. September 2007 von frankreichts
von Frank A. Meyer
„Die Nervosität wächst” (FAZ), „Das große Zittern” (Spiegel), „Panikverkäufe” (Financial Times). So lauten die Schlagwörter, die das Geschehen an den Börsen zu beschreiben suchen. Es herrscht Tohuwabohu ganz oben, selbst verschuldetes Entsetzen, Folge ebenso maßloser und wie skrupelloser Gier. Es herrscht plötzlich auch Hilfsbedürftigkeit ganz oben, die Sehnsucht nach Stütze durch den Staat, für den die ultraliberal gestimmte Finanzwirtschaft bislang nur Hohn und Spott übrig hatte. Die Staatsbanken, von der Europäischen Zentralbank über die Schweizerische Nationalbank bis zur Federal Reserve der USA, haben die Hilferufe der ratlosen Spekulanten selbstverständlich prompt erhört und mehr als hundert Milliarden in den globalen Geldkreislauf gepumpt. Ein gewaltiges Hilfswerk zugunsten zahlloser Reicher ist angelaufen. Deren Kalamitäten bedrohen auch die Lebenswelt all der ganz normalen Menschen, denen zum zynischen Zocken im Casino des Raubtierkapitalismus jeder Cent fehlt. Raubtierkapitalismus? Der Begriff, den auch Helmut Schmidt gerne verwendet, ist eine Diffamierung der Raubtiere. Die fressen nämlich nur, bis sie satt sind. Das Wort „Räuberkapitalismus” träfe die Sache besser. Jetzt wächst der Unmut über den „Räuberkapitalismus”. In der Zeit war jüngst zu lesen, was inzwischen die gesamte journalistische Kita trällert: „Deutschland rückt nach links.” Eine repräsentative Erhebung ergab satte Mehrheiten für den Mindestlohn, für mehr Staat, gegen Privatisierungen. Wer hätte das gedacht? Beherrschten doch gerade noch die ultraliberalen Causeure das mediale Geschnatter. Und auf einmal sind 72 Prozent der Befragten der Meinung, die Regierung tue zu wenig für die soziale Gerechtigkeit! Soziale Gerechtigkeit? Galt das nicht eben noch als Gegenteil von Freiheit? Die Unvereinbarkeit der beiden Begriffe wurde uns doch eingehämmert als das zentrale Dogma, als Schlussstein der ultraliberalen Kirche. Nimmt jemand diesen Stein heraus, kracht das Gebäude zusammen. Die häufigste Antwort, wenn reiche Menschen danach gefragt werden, was ihnen Reichtum bedeute, lautet „Freiheit!“ Thomas Druyen, Erforscher der Reichen, bestätigt das: „Mehr Geld heißt mehr Unabhängigkeit.“ Die Reichen, so der Wiener Soziologe, genießen „eine unendliche Verfügungsgewalt”. Richtig, Reichtum bedeutet Freiheit: Wer das Leben durch Vermögen absichern kann, ist Herr über sein Tun und Lassen. Materiell angstfrei gestaltet er seine Gegenwart und Zukunft. Er bestimmt sich selbst. Reich zu sein, ist ein herrliches Gefühl. Ein Gefühl für Herren. Ist Freiheit also ein Privileg der Reichen? Die Demokratie verspricht Freiheit für alle. Bürgerinnen und Bürger sollen selbstbewusst und couragiert über die Geschicke der Gesellschaft bestimmen. So will es die bürgerliche Utopie. Doch wie selbstbewusst und couragiert können Menschen ihre Freiheit verwirklichen, wenn sie wenig besitzen oder gar nichts? Wenn sie von der Hand in den Mund leben? Wenn sie Angst haben um ihren Arbeitsplatz? Wenn sie bei Krankheit finanzielle Probleme fürchten? Wenn sie um ihr Auskommen im Alter bangen? Sozial schwache Bürger sind letztlich unfreie Bürger. Die bürgerliche Demokratie setzt die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz voraus, denn sie ist die Grundlage aktiver Bürgerfreiheit. Also muss der Staat für die sozial Schwachen, wie auch für die ganz normal Verdienenden sicherstellen, was sich die Reichen selber leisten: Freiheit vor materieller Angst. Nur soziale Gerechtigkeit schafft politische Freiheit, schafft letztlich Demokratie. Anders als von Professoren, Politikern und Publizisten seit Jahren gepredigt, gibt es keinen Widerspruch zwischen Freiheit und Gleichheit. Im Gegenteil, die beiden Begriffe bedingen sich, denn gleich frei ist nur, wer gleich angstfrei ist. Das Börsenchaos aber macht Angst: ums Häuschen, um den Arbeitsplatz, um die Betriebsrente. Der Ruck nach links, wie ihn Die Zeit konstatiert, ist die Antwort der Bürgerschaft auf den real existierenden Kapitalismus.
Frank A. Meyer ist Journalist. Er lebt in der Schweiz. Zuletzt erschien „Der lange Abschied vom Bürgertum“, ein Gespräch mit Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler (wjs verlag Berlin)
Die Nervosität wächst“ (FAZ), „Das große Zittern“ (Spiegel), „Panikverkäufe“ (Financial Times). So lauten die Schlagwörter, die das Geschehen an den Börsen zu beschreiben suchen. Es herrscht Tohuwabohu ganz oben, selbst verschuldetes Entsetzen, Folge ebenso maßloser und wie skrupelloser Gier. Es herrscht plötzlich auch Hilfsbedürftigkeit ganz oben, die Sehnsucht nach Stütze durch den Staat, für den die ultraliberal gestimmte Finanzwirtschaft bislang nur Hohn und Spott übrig hatte. Die Staatsbanken, von der Europäischen Zentralbank über die Schweizerische Nationalbank bis zur Federal Reserve der USA, haben die Hilferufe der ratlosen Spekulanten selbstverständlich prompt erhört und mehr als hundert Milliarden in den globalen Geldkreislauf gepumpt. Ein gewaltiges Hilfswerk zugunsten zahlloser Reicher ist angelaufen. Deren Kalamitäten bedrohen auch die Lebenswelt all der ganz normalen Menschen, denen zum zynischen Zocken im Casino des Raubtierkapitalismus jeder Cent fehlt. Raubtierkapitalismus? Der Begriff, den auch Helmut Schmidt gerne verwendet, ist eine Diffamierung der Raubtiere. Die fressen nämlich nur, bis sie satt sind. Das Wort „Räuberkapitalismus“ träfe die Sache besser. Jetzt wächst der Unmut über den „Räuberkapitalismus“. In der Zeit war jüngst zu lesen, was inzwischen die gesamte journalistische Kita trällert: „Deutschland rückt nach links.“ Eine repräsentative Erhebung ergab satte Mehrheiten für den Mindestlohn, für mehr Staat, gegen Privatisierungen. Wer hätte das gedacht? Beherrschten doch gerade noch die ultraliberalen Causeure das mediale Geschnatter. Und auf einmal sind 72 Prozent der Befragten der Meinung, die Regierung tue zu wenig für die soziale Gerechtigkeit! Soziale Gerechtigkeit? Galt das nicht eben noch als Gegenteil von Freiheit? Die Unvereinbarkeit der beiden Begriffe wurde uns doch eingehämmert als das zentrale Dogma, als Schlussstein der ultraliberalen Kirche. Nimmt jemand diesen Stein heraus, kracht das Gebäude zusammen. Die häufigste Antwort, wenn reiche Menschen danach gefragt werden, was ihnen Reichtum bedeute, lautet „Freiheit!“ Thomas Druyen, Erforscher der Reichen, bestätigt das: „Mehr Geld heißt mehr Unabhängigkeit.“ Die Reichen, so der Wiener Soziologe, genießen „eine unendliche Verfügungsgewalt“. Richtig, Reichtum bedeutet Freiheit: Wer das Leben durch Vermögen absichern kann, ist Herr über sein Tun und Lassen. Materiell angstfrei gestaltet er seine Gegenwart und Zukunft. Er bestimmt sich selbst. Reich zu sein, ist ein herrliches Gefühl. Ein Gefühl für Herren. Ist Freiheit also ein Privileg der Reichen? Die Demokratie verspricht Freiheit für alle. Bürgerinnen und Bürger sollen selbstbewusst und couragiert über die Geschicke der Gesellschaft bestimmen. So will es die bürgerliche Utopie. Doch wie selbstbewusst und couragiert können Menschen ihre Freiheit verwirklichen, wenn sie wenig besitzen oder gar nichts? Wenn sie von der Hand in den Mund leben? Wenn sie Angst haben um ihren Arbeitsplatz? Wenn sie bei Krankheit finanzielle Probleme fürchten? Wenn sie um ihr Auskommen im Alter bangen? Sozial schwache Bürger sind letztlich unfreie Bürger. Die bürgerliche Demokratie setzt die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz voraus, denn sie ist die Grundlage aktiver Bürgerfreiheit. Also muss der Staat für die sozial Schwachen, wie auch für die ganz normal Verdienenden sicherstellen, was sich die Reichen selber leisten: Freiheit vor materieller Angst. Nur soziale Gerechtigkeit schafft politische Freiheit, schafft letztlich Demokratie. Anders als von Professoren, Politikern und Publizisten seit Jahren gepredigt, gibt es keinen Widerspruch zwischen Freiheit und Gleichheit. Im Gegenteil, die beiden Begriffe bedingen sich, denn gleich frei ist nur, wer gleich angstfrei ist. Das Börsenchaos aber macht Angst: ums Häuschen, um den Arbeitsplatz, um die Betriebsrente. Der Ruck nach links, wie ihn Die Zeit konstatiert, ist die Antwort der Bürgerschaft auf den real existierenden Kapitalismus.
Frank A. Meyer ist Journalist. Er lebt in der Schweiz. Zuletzt erschien „Der lange Abschied vom Bürgertum”, ein Gespräch mit Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler (wjs verlag Berlin)
Quelle: „Cicero - Magazin für politische Kultur”
geschrieben am 2. September 2007 von frankreichts
Laudation anläßlich der Eröffnung der Festwoche zum 10. Bestehen des Künstler- und Stipendiatenhauses des Altmarkkreises Salzwedel und anläßlich der Eröffnung der Ausstellung „Retrospektive”
1. Wahrnehmung Der Gast spaziert unerkannt durch die kleine Stadt. Wie alle ihre Einwoher verrichtet er in den selben Geschäften seine täglichen Erledigungen. Nichts unterscheidet ihn zunächst von den Bewohnern dieser unbekannten Kleinstadt. Sein Verhalten ist durchaus als unauffällig zu bezeichnen. Nicht deutet äußerlich auf seine Absicht, seine vollkommen verschiedene Wahnehmung der für die Einwohner dieses Städchens gewöhnlichen Dinge hin. Er wandelt zwischen Altstadt und Neustadt. Er probiert im Cafe K. die süsse Spezialität und wundert sich über die seltsame musikalische Untermalung. Er genießt den fehlenden Verkehrslärm und erfeut sich an den vielen Parks und Gärten. Er fragt sich, warum es so viele Kirchen und so wenige Gläubige gibt. Vielleicht ist unser Gast irritiert davon, immer wieder die selben Gesichter zu sehen. Kurzum, er reflektiert in der fremden Umgebung nicht nur sein eigens Ich fern seines gewohnten Umfeldes, sondern er nimmt auch das neue Umfeld selbst mit besonderer Schärfe war. Niemand, der diese Umfeld kennt, weil er es täglich gewohnheitsmäßig wahrnimmt, vermag die Dinge so zu sehen, wie dieser Gast, der seinen zeitweilgen Lebensmittelpunkt in der Kleinen Predigerstr. gefunden hat.
2. Reflektion und Reproduktion Das in der fremden Umgebung dieser Kleinstadt Wahrgenommene keimt in unserem Gast, vermischt sich mit persönlichsten, intimsten vielleicht auch gesellschaftlichen oder politischen Erfahrungen und Erinnerungen. Es gärt, treibt an, schlägt nieder, ermüdet, erfrischt. Es will herraus. Der Zeitpunkt, wann es an's Licht drängt, zur Tat nötigt, liegt nicht im Ermessen des Gastes, der das Wahrgenommene reflektiert und in sich verarbeitet. Vielleicht ist es mitten in der Nacht, wenn die schwer in Worte zu fassenden Gedanken ans Licht drängen. Das Ergebnis liegt vor, wenn sich der Spaziergang, das Gespräch, ja all das Wahrgenommene verwandelt. Das Hängebauchschwein im Tierpark wird zum Wunderwesen einer phantastischen Bildgeschichte. Der Fleischer dieser Kleinstadt inspiriert zu der Person, die als Romangestalt lyrische Geschichte schreibt. Die heimischen Kirchenglocken verwandeln sich im Geiste des Gastes in eine Melodie, die Ungeahntes vermischt. Es wird Wort oder Bild, Klang oder Form. Wir nennen es dann Literatur, Musik oder bildende Kunst. - Ich gebe zu, mein Versuch, dieses Empfinden empfindsamer Schöpfer zu beschreiben, kann diese nur zum Schmunzeln bewegen. Sind doch diese komplexen Vorgänge kreativen, zumeist aufopferungsvollen, manchmal authistischen Tuns unbeschreiblich und rätselhaft, ja wundersam für den Empfänger der Botschaften. Der Bewohner der Stadt begegenet dem Geschaffenen und seinem Schöpfer dann erwartungsvoll im Künstlercafé der Volkshochschule und ist verwundert über die Sichtweise der Dinge, die in seiner Stadt in den Kopf des Gastes gefahren sind. Wie kann er nur? Oh wie wunderbar? Wie haben Sie das bloß gemacht?
3. Interaktion Wir, die Bewohner waren es vielleicht, die ihn dazu inspiriert haben. Diese Sichtweise ist durchaus bereichernd für beide Seiten. Der Gast wird durch sein Stipendium den Zwängen seiner Gewohnheiten entrissen und kommt auf neue Gedanken. Aufgewertet durch die Auswahl der hochehrwürdigen Kommission für Kunst, Musik oder Literatur, die Hoffungen an ihn knüpft, ihm eine Chance für sein unbefangnes Schaffen gibt, schreitet er durch das Städchen zu Tat. Abseits seiner üblichen Sorgen, gesichert durch ein monatliches Salär, widmet er sich seinem kreativen Sein, und fast ausschließlich diesem. Gibt es doch keine großartigen Ablenkungen. Und erfreut nimmt er dann auch noch zur Kenntnis, dass es in dem Städchen Menschen gibt, die sich für sein Geschaffenes interessieren. Man nimmt sich seiner Allüren an und will, dass er sich wohl fühlt. Die Presse interessiert sich für ihn. Ein Lichtbild wird gemacht, über den Dächern der Stadt. Soviel Aufmerksamkeit ist er nicht gewohnt. Das treibt ihn an, bestätigt ihn in seinem wagemutigen oft einsamen Unterfangen
4. Fiktion Spätere Spurensucher erforschen die Vita der Berühmtheit nach jedem Indiz. Was war das für eine Stadt, in der er dieses geschaffen hat? Woher kommt solche Inspiration? Wie kommt er dorthin? Welche Bedeutung hatte diese Episode für das Werk der Zeit? Was, nicht nur er weilte dort, auch sie, die später das und das geschafft hat! Oder auch der oder der! Wie kann das sein? 5. NotwendigkeitEr ist ein Motor der Gesellschaft, kein Anhänger.
5. Dank Viele waren schon zu Gast. Viele werden noch kommen. Danken wir Ihnen für ihr Werk. Danken wir dem Land Sachsen-Anhalt für dieses Stipendium. Danken wir dem Altmarkkreis Salzwedel für dieses Haus. Danken wir den Menschen der Stadt für ihre Gastfreundschaft und ihr Engagement. Schauen Sie nun, was geschaffen wurde. Die Ausstellung ist hiermit eröffnet. Es ist Zeit zu feiern! Seien Sie gespannt auf die Festwoche. Herzlichen willkommen!
geschrieben am 10. August 2007 von frankreichts
„Die letzte Bestimmung des Geldes ist Kunst.” (Ingrid Pitzer)
Hyn Rich und Frank Reich setzen das 1996 begonnen „ScheinBilder”-Projekt fort. Neben zahlreichen Exotischen Währungen, der D-Mark-Serie und längst vergangenen Noten aus der Euro-Zone durchleuchten die Künstler jetzt die Euro-Währung. Durch künstlerische (ver)Fälschung erhöht sich der pekuniäre Wert. Eine Spurensuche beginnt…
Eine Serie der „ScheinBilder” wurde in die Kunstsammlungen der Nord LB und der Volksbank Frankfurt aufgenommen.
Die ScheinBilder entstanden durch Vorlagen der Original-Geldscheine in einem einfachen wie direkten fotografischen Verfahren. Bei den Arbeiten handelt es sich um Colorvergrösserungen in kleinster Auflage. Der Geldschein, ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens, der durch jede Hand geht. Wie kein anderes Ding wechselt er den Besitzer, ohne an Wert zu verlieren. So gehört er allen und doch keinem. Doch das Geld entrückt in einen virtuellen Raum. Durch Verwendung bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten wird es nicht mehr greifbar, fühlbar, sinnlich erfahrbar. In dieser von numerischen Codes geprägten Gesellschaft wird Bargeld vielleicht schon bald nur noch in den Kisten und Kästen von Sammlern oder in Museen zu bewundern sein.Viele europäische Währungen sind in die Vergangenheit entrückt, um die europäische Wirtschafts- und Währungsunion zu vervollkommnen. Die ihr jeweiliges Codesystem definierende Gesellschaft repräsentiert sich im äußeren Erscheinen ihrer Währung. So gibt jeder Geldschein in seiner Eigenschaft als Zahlungsmittel auch Auskunft über die Identität einer Kultur. Fast könnte man sagen, er sei die Visitenkarte eines Landes. Abbilder von großen Ereignissen der Geschichte und Besonderheiten aus der Natur eines Landes sowie wichtige Personen und typische Bauwerke prägen die Scheinbilder, wie einst die Köpfe von Herrschern die von ihnen geprägten Münzen. Diese Gestaltung definiert den Wert, dient der Codierung, soll ihn unnachahmlich, fälschungssicher machen.
Um ein neues Währungssystem zu schaffen, das ein zusammenwachsendes Wirtschaftssystem im Inneren zusammenhält und nach außen repräsentiert, ist es notwendig, nationale Interessen zurückzustellen. Im Zuge der Euro-Einführung verringert sich die europäische Währungsvielfalt auf extreme Weise. Eine Währung bedeutet für einen Staat nationale Identität, die nunmehr nicht mehr nach außen getragen wird. Aus vielen, traditionsreichen Währungen wurde eine. Die Menschen, die mit der neuen Währung nun umgehen, lernen im Sinne eines europäischen Gemeinschaftsgedankens auch umzudenken, sich diese neue Identität anzueignen. - Die Zukunft fängt an im Jetzt, doch die Vergangenheit ist der Lehrer. Erinnern bedeutet bewußt zu sein und zu handeln. Um die alten Währungen nicht zu vergessen, bietet es sich an, jede spezifisch neu, auf künstlerischem Wege zu interpretieren und zu würdigen. Wie alles hat auch der Geldschein zwei Seiten. Durch seine Transparenz ist die Harmonie dieser beiden Oberflächen von gestalterischer Wichtigkeit. In der vorliegenden konzeptionellen Arbeit, die auf die gerative Fotografie Bezug nimmt, ist diese Transparenz ebenso von großer Bedeutung. Mit fotografischen Mitteln reduzieren die Künstler die zwei Ebenen zu einem Bild. Das führt zu einer neuen Ästhetik, die den Geldschein um so geheimnisvoller und malerischer erscheinen lässt. Durch die Umkehr der Farb- und Tonwerte entfremdet sich das Abbild vom Original und in Folge der Vergrösserung wird es aus seinem herkömmlichen Format erlöst, um auch die kleinen und verborgenen Details zu erschließen.
Die künstlerische Interpretation der „alten” europäischen Währungen kann die Einführung des Euro international begleiten. Dieses umfangreiche Kunstprojekt ist ein großes Vorhaben analog zu einem großen geschichtlichen Ereignis, entstanden aus dem großen europäischen Gedanken. Das Interesse der Künstler kennt keine Grenzen, das sich Erkennen im Anderen ist ein wichtiger Grundgedanke. Das resprektieren des Anderen ebenfalls. Und die Neugier auf das Fremde treibt sie an. Hyn Rich/Frank Reich (November 2001)
Aktueller Stand Als in sich abgeschlossene Serie liegen 28 ScheinBilder als Original-c-41-Handabzüge vor. Die Edition setzt sich aus drei Bildgruppen zuammen: 1. eine komplette ScheinBilder-Serie der D-Mark-Noten 2. eine Auswahl europäischer ScheinBilder 3. eine Auswahl „exotischer” ScheinBilder ausländischer Währungen 4.komplette EURO-ScheinBilder-Serie (seit August 2007)
Ausstellungskonzept Die „ScheinBilder” werden ausschließlich in Banken und Sparkassen gezeigt.
Ausstellungsdauer: ca.: 4 Wochen
Das Angebot der Exposition umfaxt: > Bereitstellung hochwertig gerahmter „ScheinBilder” der D-Mark-Reihe, der Euro-Reihe und ausgewählter „Exoten” (insgesamt 18 Bilder) > Bereitstellung eines Marketingpaketes zur Bewerbung der Ausstellung. Dieses beinhaltet: - dreistufiges Pressemailing (Versand durch ausstellendes Institut offline/online) - Einladungskarten - Pressebilder - Bewerbung auf Projektseite im Internet - An- und Abtransport
Im Gegenzug erklärt sich das ausstellende Kreditinstitut bereit, eine Serie der „ScheinBilder” anzukaufen.
Diese beinhaltet: „ScheinBild 5 Euro” - 410 mm x 210 mm, Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 10 Euro” - 435 mm x 225 mm, Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 20 Euro” - 460 mm x 240 mm, RA6-Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 50 Euro” - 565 mm x 260 mm, RA6-Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 100 Euro” - 510 mm x 280 mm, RA6-Handabzug Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 200 Euro” - 530 mm x 275 mm, RA6-Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert „ScheinBild 500 Euro” - 550 mm x 280 mm, RA6-Handabzug, Passepartout, ungerahmt, signiert
oder drei Einzelbilder à 900 Euro, Lambda-Prints aus der Exoten-Serie (limited Edition, signiert)zur Auswahl stehen: Philipinas 10 HongKong Dollars Belgische Francs Banc of Ireland 50 Francs Banque du Zaire Ägypten 50 Gulden 20 Schilling 10 Australische Dollars 10000 Won Korea in Blau 10000 Won Korea in Rot Sepuluh Ringitt Malaysia 2000 Escudos 50 Fin Mark 200 Kronen Dänemark
Weiterführendes Konzept Geplant ist die Vergrösserung der Serie zu einer vollständigen Edition aller mittlerweile historischen europäischen Währungen. Die Weiterführung der Arbeit widmet sich der neuen europäischen Währung, dem Euro, und interpretiert das neue Geld künstlerisch in Anlehnung an die bereits entstandenen ScheinBilder. Die Euro-Noten werden als überdimensionale Fotografien präsentiert. Als Originale sollen keine Farbprints entstehen, sondern der Bedeutung der neuen Währung entsprechend eine moderne Präsentationsform gewählt werden: Die Bilder werden als überdimensionale Leuchtdisplays im Raum installiert. Durch ein spezielles technisches Verfahren leuchten die Scheinbilder aus sich heraus und wirken als illuminierte ScheinBild-Fläche. Für die Realisierung dieses Konzeptes werden jetzt Partner gesucht, die diese Bilder für eigene Ausstellungszwecke erwerben oder im Rahmen einer Ausstellung präsentieren wollen.
geschrieben am 4. August 2007 von frankreichts
Bin wieder zurück im Labor. Nach sieben Jahren riecht es wieder nach Entwickler und Bleichfixierbad. Rotes und grünes Licht oder komplette Dunkelheit. Geduld üben beim Warten auf den Probestreifen. „Was nicht soll sein, das dreh rein!” Zehn Magenta raus, zehn yello rein. Noch zu grün? Echtes lichtempfindliches Papier. Ich bin gefesselt von der Ästhetik des analogen, greifbaren Prozesses der Bildenstehung. Das Bild wird nur durch seinen Entsehungsprzess wieder wertvoll! Schaffung neuer Werte durch Licht und Schatten. In der Bühne unseres riesigen, den Raum bestimmenden Vergrößerer, liegt ein 500 Euro-Schein. Der wird jetzt umgemünzt. Trotzdem draußen die Augustsonne scheint! Auf zu neuen „Scheinbildern”.
Mehr zu diesem Projekt, das wir 1997 begonnen haben: www.scheinbilder.de
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